Sperrung der B19 in Untermünkheim – der Verkehrskollaps droht

Das Haller Tagblatt berichtete die Woche über den drohenden Verkehrskollaps wegen der Brückensperrung in Untermünkheim und Maßnahmen, die dem Entgegenwirken sollen.

Ich denke, selbst mit sehr guten Maßnahmen wird es ab Mai für die Gesamte Dauer der Sperrung der B19 ein Verkehrschaos geben. Außer es würde gelingen, den Autoverkehr (für diesen Zeitraum) massiv zu senken, was ich aber nicht für wirklich realistisch halte. Dennoch: es sollte möglichst viel dafür getan werden, das in diesem Zeitraum viele Pendler statt mit dem eigenen Auto auf anderer Art zur Arbeit kommen. Seih es, das sich zwei Pendler zusammenschließen und in nur einem Auto fahren; das Sie per Fahrrad zur Arbeit kommen; das Sie in dieser Zeit den Bus nutzen;

Wenn man sich dann aber den Bericht durchließt und die Maßnahmen anschaut, die geplant werden… dann soll möglichst viel dafür getan werden, das der Autoverkehr möglichst zügig fahren kann. Andere Verkehrsteilnehmer (besonders Fußgänger, aber auch Radfahrer) werden aber im Bestfall vergessen, oder viel schlimmer werden Sie eingeschränkt! Wie am Schulzentrum West:

Der Kreisverkehr am Schulzentrum West sei schon jetzt bei Stoßzeiten überlastet. Die Fußgängerampel wird stillgelegt, damit Autos besser durchkommen. Die Schüler müssen einen Umweg machen.

Oder am scharfen Eck:

Die Fußgängerampel wird außer Betrieb gesetzt, um den Auto- und LKW-Verkehr nicht aufzuhalten. Fußgängern steht der Holzsteg zur Querung zur Verfügung, der nicht für Rollstuhlfahrer erreichbar ist.

Was wird denn mit solchen Maßnahmen ausgesagt? Ich lese daraus „Leute, Fahrt mit dem Auto, aber geht ja nicht zu Fuß!“ *kopfschüttel*

Zumindest gibt es auch Gegenstimmen:

Jutta Niemann (Grüne) kritisiert die Ideen: „Wir glauben, dass sie völlig in die falsche Richtung gehen.“ Statt den Bus- und Radverkehr zum Beispiel mit günstigen „Baustellentickets“ und Leihrädern zu unterstützen, werde alles getan, um den Autoverkehr flüssig zu halten. „Und der wird am Ende ziemlich sicher doch nicht laufen“, meint Niemann.

Dem letzten Satz kann ich nur zustimmen! Ich bekomme täglich mit, wie sich morgens und nachmittags der Berufsverkehr an der Engstelle Stuttgarter Straße staut. An ganz normalen Tagen ist die Leistungsgrenze hier bereits erreicht!

…zumindest kann ich mit als Radfahrer halbwegs entspannt zurücklehnen, da es genügend Ausweichmöglichkeiten gibt. Selbst wenn auf der Straße gar nichts mehr geht werde ich weiterhin zügig unterwegs sein 😉

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Eine Antwort zu Sperrung der B19 in Untermünkheim – der Verkehrskollaps droht

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